Blog

Aktiensparer denken bereits jetzt an morgen – warum und wann ich Aktien zukaufe und niemals verkaufe

Vorweihnachtszeit, besinnliche Zeit.
Zeit zurückzublicken und ein bisschen in die Zukunft zu schauen.

Das Börsenjahr 2018 war durchwachsen bis schlecht, auf jeden Fall sehr volatil und von großer Unsicherheit geprägt.

Die Aktieninvestoren sind aktuell sehr stark verunsichert und viele große Adressen spekulieren sogar auf fallende Kurse. Durch die nicht enden wollenden politischen Streitereien ( Handelskriege, Brexit, Frankreich, Italien ) und die Zinsanhebungen der US-Notenbank FED verstärkt, hat der aktuell laufende Konjunkturzyklus bereits vor einigen Monaten seinen Höhepunkt überschritten.

Die Ökonomen und Analysten rechnen in den nächsten Monaten mit einem abgeschwächten Wachstum der Weltwirtschaft.
Am deutlichsten sieht man dies an den Unternehmenskennzahlen. Ich achte hierbei besonders auf Ergebniszahlen aus den einzelnen Unternehmen. Und hier hört man seit Sommer oft die Formulierungen: „der Umsatz und der Gewinn blieben unter den Erwartungen der Analysten, die Jahresziele können nicht gehalten werden, das Wachstum schwächt sich ab“.
Wenn ich solche Informationen vermehrt höre, weiß ich aus Erfahrung, dass die große Party an den Aktienbörsen nun vorbei ist. Und wenn man genau zugehört hat, wurde auf den diesjährigen Hauptversammlungen von Siemens, Osram und Infineon bereits im Februar auf diese schwächere Zukunft hingewiesen.

Was die Börse gar nicht mag sind Unsicherheit und sinkende Unternehmensgewinne.
Die Aktienkurse reagieren wie ein Seismograph sehr rasch auf diese Entwicklungen und laufen bereits seit Wochen erheblich nach Süden.

Was bedeutet dies nun für uns Privatinvestoren?
In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass ich nur Burggrabenunternehmen und Dividendenaristokraten in meinem Portfolio halte, die einen Konjunktureinbruch gut überstehen sollten und im nächsten Konjunkturzyklus mit gestärkter Kraft weitere Marktanteile gewinnen werden. Hier befinden sich Titel wie McDonalds, Coca-Cola, Amazon, MasterCard, Nvidia, Wirecard, Birkshire Hathaway und Co.*!

Den größten Fehler aus meiner Sicht, den man machen kann, ist jetzt zu verkaufen.
Erstens ist man aktuell schon viel zu spät dran, denn manche Kurse haben sich vom Hoch bereits halbiert ( Nvidia ) oder liegen mit Kursabschlägen von 30 bis 35 % stark gedrückt am Boden ( Wirecard ).
Zweitens müsste man sofort 25% Abgeltungssteuer und 6,25 % Soli für all die schönen Gewinne aus dem letzten Zyklus an den Fiskus überweisen ( Aktienkultur lebe hoch ). Das Geld würde dann sofort in meinem Investmentdepot fehlen und stünde für den nächsten Aufschwung nicht mehr zur Verfügung.
Drittens würde ich zu Beginn des nächsten Aufwärtstrends nicht mehr am Börsengeschehen teilnehmen und würde so oft genug den Wiedereinstieg und die ersten fetten Gewinne verpassen. Diese Prozentpunkte fehlen mir dann in der langjährigen Betrachtung und das macht sich durchaus negativ bezahlt.

Ein schönes Beispiel hierzu ist die Aktie von McDonalds. Bereits im Sommer 2007 gekauft habe ich sie konsequent in der Finanzkrise 2008/09 gehalten, auch später eine zweijährige Seitwärtsphase beim Kampf um die $ 100 Grenze erduldet. Diese Konsequenz und Geduld bescheren mir nun eine Kapitalrendite nach Steuern von 16,0 % p.a.

 

 

 

 

Sogar noch besser lief die Aktie von MasterCard, die ich seit drei Jahren halte und die mir nun 27, 6 % p.a. beschert.

 

 

 

 

Und nun zum Kauf, wann kaufe ich denn nun wieder zu?

Als langfristiger  Aktiensparer habe ich bereits seit langer Zeit einen Dauerauftrag von meinem Girokonto auf meine Depotkonto eingerichtet.  Somit füllt sich das Cashkonto des Aktiendepots kontinuierlich durch meine Sparrate und durch Dividendenzahlungen meiner Aktien ( McDoanalds, Siemens, MasertCard als Beispiel) Monat für Monat an. In einem früheren Beitrag habe ich einmal herausgearbeitet, dass der größte Fehle für einen Investor in Crashphasen darin besteht, nur ungenügend große Cashbestände zu besitzen und wenn die Börsen unten sind, bereits voll investiert zu sein. Durch das Ansammeln von Cash durch Dividenden und die Sparrate während des Aufschwungs vermeide ich konsequent diesen Fehler.

Wir haben festgestellt, dass das Gewinnwachstum der Wirtschaft und der Unternehmen nun zurückgeht, dass die Börsenkurse bereits fallen und meiner Meinung nach werden Sie dies auch eine gewisse Zeit weiter tun. Dies kann auch das ganze Jahr 2019 bis 2020 so weitergehen. Aber das sollte uns nicht beunruhigen, denn die Menschen in den Firmen arbeiten stets an Verbesserungen und Innovationen und versuchen von Natur aus in den globalen Märkten die Umsätze und Gewinne Ihrer Firmen zu verbessern. Innovationstreiber und „Game Changer“ wie Nvidia, Amazon, Wirecard und Co. werden in 10 Jahren deutlich bessere Ergebnisse erwirtschaften als heute. Blicken wir optimistisch in die Zukunft. IT, künstliche Intelligenz, Cloud Services, autonomes Fahren, personalisierte Medizin und vieles mehr wird unsere nahe Zukunft ( 10 bis 20 Jahre ) revolutionieren.

Wann kaufe ich nun wirklich wieder zu?
Meiner Ansicht nach gibt es hierfür eindeutige Zeichen und Beobachtungen aus fundamentaler und Chart technischer Sicht.
Die Firmen präsentieren wieder Ergebnisse, die deutlich über den Erwartungen der Analysten ausfallen.
Der große Handelsstreit China/USA wird beigelegt und China öffnet komplett seine Märkte für alle. Die Kurse beginnen wieder zu steigen und übersteigen mit der Zeit die gleitenden Durchschnitte der GD 50 und GD 200 Linien.
Oft kommt nach einer ersten Erholungsrally  noch einmal ein Kursrücksetzer, der die alten Tiefststände jedoch nicht mehr erreicht.

Meine persönliche Schlussfolgerung: Ich sammele weiterhin Cash an, beobachte die Szene am Seitenrand und greife zu, wenn die Zeichen klar und eindeutig sind. Denn keines dieser drei grundlegenden Szenarien ist bis heute eingetreten. Wir brauchen Geduld und Zeit und sollten uns niemals durch das ständige Hin und Her an Wallstreet verunsichern lassen.

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute mit viel Gesundheit im bald beginnenden neuen Jahr 2019.

*der Author hält Anteile an allen Firmen, die in diesem Artikel Erwähnung finden.

 

Disclaimer
Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar. Die bereitgestellten Inhalte können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ferner sind die Inhalte nicht als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Kursentwicklungen in der Vergangenheit bieten keine Gewähr für die Wertentwicklung in der Zukunft. Die Inhalte sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Die Inhalte stellen weder ein Verkaufsangebot oder Werbung für ein Verkaufsangebot für Wertpapiere oder Rechte noch eine Aufforderung zum Handel mit Wertpapieren oder Rechten dar

 

, ,
Tut etwas für eure Kinder – mit 20 € pro Monat nie mehr Geldsorgen
Performance Bericht 2018 und Ziele 2019

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü
%d Bloggern gefällt das: