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11 Jahre “Buy and Hold” Strategie für Burggraben und Dividendenaristokraten – ein Rückblick mit 10,87 % p.a.

In diesem Artikel erkläre ich wie die Buy & Hold Strategie in erstklassige Aktien dieser Welt, Crash Propheten und der Zinseszins Ihr Vermögen beeinflussen.

Viele Geld Anleger verlieren täglich Geld. Sie lassen das Geld auf Geldmarktkonten, in Festgeld , auf Girokonten oder durch Anlage in Staatsanleihen regelrecht vergammeln.
Denn nach  Inflation und Abzug von Steuern – ja auch die Erträge der Staatsanleihen müssen versteuert werden –  verlieren diese Geldbeträge beständig an Kaufkraft. Wer diese Anlageform wählt, tauscht Sicherheit gegen garantierten Verlust. „Mit Sicherheit in den Verlust“ könnte man diese Strategie auch nennen.

Oder noch schlimmer: sie verspielen Ihr Geld durch Day Trading, am Forex Markt oder bei Sportwetten.

Seit genau 11 Jahren gehe ich einen komplett anderen Weg.
Ich sammele erstklassige Aktien ( Burggraben Titel und Dividenden Aristokraten ) und partizipiere an der Leistungsstärke der Wirtschaft im Allgemeinen und erstklassiger Firmen im Besonderen.

Denn nur wer an der Realwirtschaft in Form erstklassiger Beteiligungen teilnimmt, partizipiert langfristig auch an der globalen Wirtschaftskraft unserer Zeit.

Genau am 01. September 2007, einige Wochen vor dem Beginn der Finanzkrise, habe ich mein privates „Buy and Hold“- Aktiendepot gestartet. Und nach einigen Wochen, ab Januar 2008 begannen die Aktienkurse zu fallen. Jedoch hat mich das niemals aus der Ruhe gebracht. Mir war aus der Vergangenheit bekannt, dass die längste Baisse Periode 36 Monate gedauert hat ( 1929 folgend). Und das Schöne an einer Baisse ist die Tatsache, dass man die Aktien der besten Firmen dieser Welt zu Schleuderpreisen einkaufen kann. Welcher Bürger mag keine Schnäppchen beim Einkauf!

Und noch eine wichtige Sache zu meinem Langfristdepot muss erwähnt werden: ich bevorzuge die „Buy and Hold“ Strategie und mag diese Strategie auch jedem Leser ans Herz legen. Denn ewiges Kaufen und Verkaufen kostet Gebühren und die erzielten Gewinne müssen nach dem Verkauf sofort versteuert werden und rauben somit ständig wertvolles Kapital. Die Finanzbranche ( Broker, Berater, Fondgesellschaften, Zertifikate Anbieter, etc. ) und letztendlich der Staat freut das natürlich sehr und so wird auch kräftig in den Medien propagiert, dass man durch „Buy and Hold“ in der heutigen Zeit niemals mehr vermögend werden kann. Ich halte diese Aussagen für falsch.

Ein anderes Störfeuer sind die ewigen Crashpropheten. Je länger der Wirtschaftsaufschwung andauert, umso lauter werden sie. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass diese Propheten meist an Abschwüngen selbst verdienen, denn sie vertreiben „Crash – Börsenbriefe“ oder spekulieren selbst auf fallende Kurse und müssen diese herbeisehnen, um selbst profitabel zu sein. Und noch eins: Crash, Panik und Angst verkaufen sich gut!
Mein Rat: hören sie nicht auf diese falschen Propheten, die mit der Angst der Menschen spielen.

Gewiss, es wird auch sicher mal wieder ein Abschwung kommen. Aber wann der kommen wird, wie heftig er sein wird und wie lange er dauern wird, das kann niemand mit Gewissheit sagen.

Mein Rat in so einer Baisse – wann immer sie auch kommen mag – ist Ruhe bewahren und stetig weiter und unbeirrt in die erstklassigen Aktien dieser Welt investieren.

Ein auf lange Sicht durchaus entscheidender Faktor ist der Zinseszins. Je länger man anlegt, umso stärker macht sich dieser bemerkbar. Am Anfang wollte ich das auch nicht glauben und dachte immer mal wieder: „meine Güte ist diese Strategie des Buy & Hold so langweilig“. Aber wer 20 Jahre lang jedes Jahr 11 % p.a. oder noch besser 15 % p.a.  erzielt, der kann sich ja leicht das Volumen seiner Anlage mit dem Taschenrechner ausrechnen.

 

Was macht denn nun eine Aktie erstklassig?

Wer meinen Blog seit längerem verfolgt wird es bereits wissen.

Neun entscheidende Punkte mag ich hier nochmals kurz zusammenfassen und an frühere Blogbeiträge verweisen.

Die Firma ( Aktiengesellschaft ) muss in den letzten fünf (besser zehn) Jahren steigende Umsätze und steigende Gewinne ausweisen. Die operative Marge und die Nettorendite sollte größer 15 %, besser 20 % betragen, der Verschuldungsgrad sollte so gering wie möglich sein. Die Firma sollte sich möglichst in stark wachsenden Märkten bewegen und international aufgestellt sein. Wenn dann eine Firma in großer Regelmäßigkeit die Erwartungen der Analysten schlagen kann und die Aktie nach einem Quartalsergebnis starke Kurssteigerungen ( > 5 % ) aufweist sowie in der Folgezeit regelmäßig ein neues 52 Wochen Hoch markieren kann, dann  kann man sehr gespannt der weiteren Entwicklung zuschauen. Dies sind die meiner Meinung nach wichtigsten Kenngrößen aus beiden Welten der Aktienanalyse ( fundamentale und Chart technische Analyse).

Wenn diese Punkte erfüllt sind spricht man von einem Burggraben Unternehmen und kann mit großer Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass die Marktkapitalisierung dieser Firma in zehn Jahren höher sein wird als heute.

Für Dividenden Aristokraten – das sind Firmen, die seit 20 Jahren ihre Dividende erhöht haben oder zumindest nicht senken mussten – können die Werte für Umsatz, Gewinn, Renditen leicht schwanken mit Tendenz nach oben. Aber der große Vorteil ist die Tatsache, dass sie permanent Dividenden und somit freien Cashflow ins Depot spülen, freilich um die leidige Steuer reduziert. Aber dieser Cashflow schafft Freiräume zu neuen Investitionen und somit weiter steigendem Cashflow. Ich nannte diesen Effekt einst „Die Zinseszinsmaschine“.

Hier nun meine Resultate in dieser Dekade (plus ein Jahr), die wie gesagt einen Aktiencrash ( 2008 – 2009 )  erdulden musste:

Annualisierte Rendite: 10,87 % p.a.

Dividendenerträge: 8,68 % (vom eingesetzten Kapital)

Kurssteigerungen: 48,3 % (vom eingesetzten Kapital)

 

Meine besten Burggrabenunternehmen ( Ranking nach Rendite p.a. / Haltedauer größer 2 Jahre )

Wirecard:            144,5 % p.a.
Nvidia:                 120,3 % p.a.
Adobe:                   67,4 % p.a.
Amazon:               63,5 % p.a.
MasterCard:         50,5 % p.a.

Meine besten Dividendenaristokraten ( Ranking nach Rendite p.a. / Haltedauer größer 2 Jahre)

Royal Dutch Shell:            19,7 % p.a. ( 2,5 Jahre plus Zukauf)
McDonalds:                       15,4 % p.a. ( Haltedauer 11 Jahre )
Realty Income:                 14,6 % p.a. ( Haltedauer 2 Jahre )
Altria:                                 14,5 % p.a. ( Haltedauer 11 Jahre plus Zukauf im Crash)
Coca-Cola:                         8,5 % p.a. ( Haltedauer 11 Jahre )

Royal Dutch Shell kaufe ich immer nur bei Kursen kleiner 22 € zu, da die Aktie relativ stark schwankt, aber die Dividende tendenziell immer erhöht wird, auch in Konjunktur schwachen Jahren.

Vielleicht sind in diesen Listen auch einige für Sie interessante Titel dabei.

Im März 2013 habe ich auf den Münchner Börsentagen Wikifolio kennengelernt.

Seit dieser Zeit manage ich nach meinen Strategien fünf verschiedene Wikifolios, in die man passiv durch Indexzertifikate (begeben durch Lang&Schwarz) investieren kann und somit an der Wertsteigerung partizipiert.

Der Author hält Anteile an allen in diesem Artikel vorgestellten Aktien und wikifolios der MPINVEST Familie.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Carsten Schrödel
01/09/2018 11:43

Super Performance, Martin!

Antworten
Friedel Horneff
03/09/2018 14:37

Klasse gemacht Martin. Hast Dir viel angeeignet und dazugelernt.

Antworten

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