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Die zwei größten Fehler, die man während eines Aktien Crashs vermeiden sollte

Die Aktienmärkte sind im 10. Jahr des Aufschwungs. Getrieben vom billigen Geld der internationalen Notenbanken hat die Kreditsumme, mit der Aktien auf Pump gekauft werden, den zweihöchsten Stand seit Messung erreicht. Ebenso befinden sind die US Zinsen tendenziell nach oben gerichtet und die Weltkonjunktur brummt ohne Ende. US Aktien sind so hoch bewertet wie selten zuvor gemessen an dem Schiller KGV und nun versucht auch noch ein politischer Präsident die wissenschaftliche Lehre neu zu schreiben ( Stichwort Handelszölle ) und beschneidet mittelfristig dadurch die weltweiten Wachstumsraten der Wirtschaft und führt darüber hinaus zu Verunsicherung und Missmut an den internationalen Kapitalmärkten.

Kann das alles gesund sein und wir lange läuft diese Hause oder haben wir den Höhepunkt im S&P500 und DAX für diesen Konjunkturzyklus bereits gesehen?

Fragen, die heute niemand beantworten kann.

Jedoch zwei Dinge habe ich mit großem Schmerz aus zwei Baisse Phasen ( 2000 bis 2003 und 2007 bis 2009 ) gelernt und es gilt diese zu beachten und sich immer wieder einzuprägen.

Der erste großer Fehler, der langfristig sehr teuer werden kann, besteht darin in der Panik zu verkaufen und die besten Aktien der Welt zu Schleuderpreisen den Hartgesottenen zu übergeben.
Dazu kommt noch, dass man aus Furcht den Wiederanstieg seiner Aktien meistens verpasst.

Ein ebenso entscheidender zweiter Fehler in solchen Phasen ist der Mangel an ausreichend Geld, um genau dann diese besten Aktien der Welt preiswert einzukaufen oder nachzukaufen um später an dem nächsten Aufschwung zu profitieren.

Denn niemand kann sagen, wann die Kurse nach einem Crash wieder steigen werden. Und die meisten schauen wie erstarrt zu, wenn nach einem Crash die Kurse wieder langsam zu steigen beginnen um sich daraufhin wieder zu vervielfältigen.

Die großen Aktienvermögen werden im Crash gestartet.

In diesem Artikel führe ich fünf Strategien zum Aufbau genügend grosser Cash Positionen an ( 45 % bis 50% des Anlagevermögens ), die je nach Risikotoleranz und Durchhaltevermögen für den einen oder anderen Privatinvestor eine kleine Hilfestellung geben möge.

Mein Ziel ist es meinen Cash Bestand auf bis zu 50 % aufzubauen.
Sollten diese erreicht werden, dann wird durch Zukäufe meiner Burggrabenunternehmen die Cashrate auf 45 % zurückgefahren. In der nächsten Zeit – bis eine zukünftige Abschwungphase Ihr Ende  gefunden hat – werde ich meine Cashrate zwischen 45% und 50 % variable hoch halten.

Denn nichts ist schöner, als nach einem Crash die besten Aktien der Welt zu einem Spotpreis in sein Aktienportfolio zu kaufen.

In meinem wikifolio MPINVEST Globale Trends habe ich die Cashrate zum Schutze meiner Investoren auf 64% hochgefahren. Ein relativ geringer Wertverlust von 1,1% YTD gibt mir Recht und hat größere Schäden vermieden

https://www.wikifolio.com/de/de/w/wfmpinvest

 

 

 

 

 

Strategie 1 – stur durchhalten:
man stoppt die Zukäufe und  hält stur an seinen Aktien fest. Man sammelt Cash durch Dividenden und sein persönliches Sparratenprogramm ( sofern vorhanden )

Strategie 2 – Rendite schwache Werte müssen raus
man verkauft die Rendite schwachen Aktien zu 100 % ( operative Marge < 15 %,
Nettorendite < 15 % ). Aktuelle Werte können bei MSN Finance eingesehen werden.

Strategie 3 – Markt schwache Werte müssen raus
man verkauft systematisch alle Aktien, deren Trendstärke unter 0 %* gefallen ist

Strategie 4 – Teilverkäufe
man verkauft Teilbestände ( 25 % ) bei allen Aktien ungeachtet der Marge, wenn der Wochenschlusskurs unter dem GD 50 notiert und weiter 25 % wenn der Wochenschlusskurs unter dem GD 200 notiert. Der Rest wird stur gehalten.

Strategie 5 – Burggraben und Dividenden **
man hält stur alle Dividendenaristokraten und Burggraben Aktien und verkauft die Trendfolger nach Regel 4.

Persönlich bin ich ein Freund von Burggrabenunternehmen und Dividendenaristokraten und mische zuweilen geeignete Trendfolger bei.
In Zukunft werde ich meine Burggrabenunternehmen und Dividendenaristokraten konsequent halten ( Strategie 1 ) und sinnbildlich in mein „Ewig – Aktiendepot“ übertragen. Die Dividendenausschüttungen dieser Aktien erhöhen stetig meine Cashbestände und sorgen auch in Crashphasen für steigende Liquidität.

Außerdem sollte man vor einem Verkauf  immer auch die steuerlichen Aspekte und die Gebühren berücksichtigen. Jeder Verkauf einer im Gewinn liegenden Aktie kostet mehr als 30 % des Gewinns an Steuer und reduziert dadurch unwiderruflich das Anlagekapital. Wenn dann irgendwann die Kurse wieder steigen, bekommt man sicherlich seine gezahlten Steuern nicht zurück. Ein leistungsfreies Einkommen für unseren Staat, der damit nur die Umverteilung fördert.

Trendfolger Aktien werde ich nach Strategie 3 verkaufen und mir dadurch Freiräume durch Cashaufbau während eines Crashs schaffen. Hier und nur hier akzeptiere ich die Steuer.

Im Übrigen halte ich niemals Aktien, deren Operative Marge und Nettorendite weniger als 15 % beträgt.

Mit diesen einfachen Regeln bin ich gut auf einen Crash vorbereitet und bin sogar froh, wenn er denn mal endlich kommt.

Geduld, angstfreie Weitsicht ( 10 oder Jahre ) und das Befolgen der oben genannten Ratschläge werden langfristig zu einem stolzen Vermögen führen.

*der Trendstärke Indikator TS ist eine Entwicklung der TraderFox, Reutlingen

**Burggrabenunternehmen zeichnen sich durch einen nachhaltigen Marktvorteil gegenüber Ihren Wettbewerbern aus und zeigen sehr hohe Operative Margen und Nettorenditen ( > 20 % )
Dividendenaristokraten haben seit 20 Jahren die Dividendenzahlungen niemals gesenkt, zumindest gleichbehalten aber meistens gesteigert. Dies ist ein Hinweis auf ein sehr gutes, nachhaltiges Geschäftsmodell, das auch im Konjunkturabschwung sehr gut überleben kann.

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So schütze ich mich vor einem möglichen Aktiencrash: Zinssätze, Cash und Emotionen
Quartalsbericht Wikifolio MPINVEST Globale Trends und Dividenden – 1. Quartal 2018

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