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Warum man langfristig in Aktien investieren und panikartige Verkäufe meiden sollte

In diesem Artikel stelle ich sieben Fakten für den Privatinvestor zusammen, die einen panikartigen Verkauf einer Aktie zu vermeiden hilft.

Die großen Vermögen der Weltgeschichte wurden weitestgehend durch Langfristanlagen in Unternehmungen und Aktien geschaffen. Beispiele dafür gibt es viele, früher waren das Rockefeller, Carnegie und Co.
Heute sind es Warren Buffett mit Berkshire Hathaway, Jeff Bezos mit Amazon, Bill Gates mit Microsoft, Peter Thiel mit Paypal und Facebook.

Wer sehr lange in erstklassige Firmen investiert, hat die Chance ein Vermögen zu machen.
Mit Ruhe, Disziplin und der Zeit, in der der Zinseszinseffekt richtig wirken kann.

Kurzfristige Trading Strategien führen in 99 % der Fälle zu Verlusten oder kleinen positiven Renditen und sind es nicht wert, die kostbare Lebenszeit am Bildschirm zu opfern.

Meine langjährige Erfahrung im Umgang mit Aktien zeigt mir, dass kurzfristige Schwankungen dem Zufall geschuldet und reines Glücksspiel sind, wohingegen langfristige Anlagen in die besten Firmen dieser Welt – am besten ein Leben lang  – mit überdurchschnittlicher Wahrscheinlichkeit zu einem enormen Vermögen führen wird.

So konnte meine beste Langfristanlage seit Sommer 2007 bis heute 17, 3 % p.a. und die zweitbeste 16,8 % p.a. erzielen.
Wohlgemerkt, diese Beiden* haben die Finanzkrise in aller Konsequenz durchlebt und durchgestanden.

Gerade in hektischen Zeiten wie diesen ( Mini Crash am US Tech Markt ) tendieren viele Investoren dazu kalte Füße zu bekommen und aus Angst und Unbeherrschtheit vorschnell ihre tollen Aktien zu verkaufen.

Bevor man dies jedoch tut, sollte sich jeder Anleger zuerst einige Gedanken darüber machen, was der Verkauf einer Position im Depot eigentlich bewirkt.

Zumeist wird ja in Panik und bei Kurseinbrüchen am Markt zu oftmals übertrieben tiefen Kursen verkauft.
Das bewirkt sogleich einen reduzierten Gewinn, der dann endgültig feststeht.
Man zahlt sogleich Gebühren an Broker und Börse.
Vor einigen Jahren interpretierte ich die Nachricht eines Online Brokers, der über phantastische Quartalszahlen berichtete genau richtig im Eigeninteresse und war über mich selbst entsetzt: ich hatte ca. 500 € an Gebühren aus meinem Vermögen geopfert um dem Broker dieses tolle Ergebnis zu bescheren.
„Hin und Her macht Taschen leer“ wusste schon der Altmeister Andre Kostolany und ich habe das seit diesem Zeitpunkt eingestellt.

Des Weiteren wird der Gewinn automatisch um ungefähr 30% an Steuern ( Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer ) reduziert und das Gesamtvolumen des Depots weiter reduziert.
Das leistungsfreie Einkommen für unseren Staat bezahlt der Privatinvestor sofort aus seinem Vermögen. Ich vermeide weitestgehend solche Aktionen.

Man ist aus dem Markt ausgeschieden und unterbricht den Zinseszins Effekt, der sich im Laufe der Jahre so richtig machtvoll bemerkbar macht.
Ebenso schafft man so gut wie nie den Wiedereinstieg, sollte die Aktie oder der Gesamtmarkt wieder zu steigen beginnen. Wenn das geschieht, sind die ersten Prozentpunkte Gewinn auch schon wieder im Markt und nicht auf meinem Depot.
Bedenken wir: die Menschheit, die Wirtschaft und erstklassige Firmen wachsen ohne Unterlass, auch wenn Mister Market gerade Schnupfen hat. Wer draußen ist, nimmt daran nicht teil.

Da nach dem Verkauf ein zugegebenermaßen Steuer- und Gebühren reduzierter  Cashbestand im Depot vorhanden ist, muss man eine bessere Alternative finden um das Geld wieder gewinnbringend anzulegen.

Gelingt einem dies, sind sogleich wieder Gebühren an Broker und Börse zu zahlen. Schon wieder eine Vermögensreduktion.
Und ich habe noch nicht den Spread  zwischen  Kauf und Verkauf erwähnt, der bei Verkauf und Kauf zu entrichten ist.

Fassen wir zusammen, welch schlechte Wahl ein Verkauf einer tollen Aktie während einer kurzfristigen Panik am Markt für einen Privatinvestor ist!

Glattstellung eines reduzierten Gewinns
Gebühren für Broker und Börse
Spread für Verkauf und Kauf bei Wiederanlage
Steuern für ein leistungsfreies Einkommen des Staates
Ausscheiden aus dem Markt bedeutet die Unterbrechung des Zinseszins Effektes
Ein oftmals misslungener Wiedereinstieg in den Markt
Mangel einer besseren Alternative

Die psychische Leistung eines jeden Privatinvestors muss es sein, panikartige Kursabschläge zu ertragen ohne zu handeln.

Ich persönlich mache an solchen Tagen den PC aus, entspanne mich beim Sport und denke an die sieben in diesem Artikel beschriebenen Punkte.

Vor Jahren dachte ich oft über einen Satz in einer Zeitung nach:
Da stand geschrieben: „Hätten sie einst $ 1.000 in Microsoft investiert und bis heute gehalten“ ……
Welcher Mensch außer vielleicht Bill Gates hat dies wirklich getan?
Wir verlieren uns zu schnell in Angstzuständen und reagieren zu oft mit Umschichtungen und hektischem Hin und Her.

Ich plädiere ausdrücklich für die langfristige Anlage in Aktien der besten Firmen dieser Welt.
Nur so kann der Zinseszins Effekt wirklich greifen und aus einem kleinen Investment von $ 1.000 ein Millionenvermögen machen.

Verkäufe sollten nur in drei Fällen in Betracht gezogen werden:

Man braucht Geld um sich persönlich etwas Gutes zu tun,
Der Trend im Kursverlauf ist nach langfristigen Gesichtspunkten gebrochen,
das Management kann nicht mehr für steigende Gewinne und Umsätze bei gleichbleibend hoher
Marge sorgen.

Ein Verkauf sollte niemals aus Panik oder Gesamtmarktschwäche erfolgen.

 

*der Autor hält Positionen an McDonald´s und Altria

 

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Super Performance!

Antworten
Horneff Friedel fr
17/12/2017 18:12

Hallo

Antworten

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